Tipps von Dr. Martin Herzeg

Dr. Martin Herzeg ist Sportmediziner und Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie in Villach, Teamarzt EC VSV – und Golfer.

Unser Körper ist ein hochkomplexes System

Dr. Martin Herzeg

Core Stabiliy Training,

vorwiegend betreffend die Muskel, die nahe der Wirbelsäule liegen und einzelne Wirbel muskulär verspannen, festigt die Wirbelsäule und macht sie für Bewegungen bereit. Bei der Bewegung selbst werden die Bewegungsmuskeln zeitversetzt aktiviert. Muskeln und Muskelgruppen werden dabei ständig von neuronalen Systemen, zentrales Nervensystem und Rückenmark kontrolliert und koordiniert, damit sie wie in einem Orchester perfekt harmonieren. 

 

 

Dieser Vorgang spielt beim Schutz der Wirbelsäule sowie auch bei Schlagbewegungen im Golfsport eine wichtige Rolle, da bei allen Bewegungen die vorbereitende Stabilisierung immer wieder optimal eingestellt werden muss. Bei den meisten Menschen die am Rücken, etwa beim Golfen, Probleme haben, ist diese vorbereitende Voreinstellung gestört. Core Stability Training wird diesen hoch koordinativen Vorgängen gerecht. Es entwickelt nicht nur die oberflächliche dynamische Muskulatur, sondern fördert auch ganz gezielt die tief liegenden Haltemuskeln. Eine in Kraft und Koordination leistungsfähige Körpermitte ist deshalb ein wesentliches Trainingsziel für den ambitionierten Golfer als auch im Bereich jeder anderen Form des Muskeltrainings.

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Übungsstruktur

Wichtig ist ein entsprechendes Aufwärmen und Mobilisieren. Core Stability Übungen mit isometrischen Anspannungen der Wirbelsäule, als auch die entsprechende Durchführung von Entspannungstechniken sowie ausführliches und ausgiebiges Dehnen. Wichtig sind auch entsprechend koordinative Übungen wie Balancieren im Stand. Variationen mit geschlossenen Augen sowie z.B. Anstoßen durch einen Partner möglich. Auch Einbein-Kniebeugen sowie auch Übungen im Liegen, Crunches in allen möglichen Varianten, Beckenrollen von links nach rechts zum Beispiel. 

Koordinationstraining

Allgemein ist die Koordination, welche man zum Ausführen eines gezielten Bewegungsablaufes braucht, gesteuert durch das Zusammenwirken vom zentralen Nervensystem und Skelettmuskulatur. Je koordinierter eine Bewegung ist, desto größer ist die Bewegungsökonomie, das heißt gleiche Bewegungen werden mit einem geringeren Aufwand an Muskelkraft vollzogen.

Komponenten sind unter anderem Orientierungsfähigkeit, Kopplungsfähigkeit sowie motorische Anpassungsfähigkeiten. Sämtliche Komponenten sind vor allem bei der Durchführung eines Golfschwungs essentiell.

Ernährung

Schnittlauchbrot und Radieschen

Während einer vierstündigen Golfrunde werden je nach Alter und Anstrengung rund 1000 bis 1500 kcal umgesetzt. Ohne Ernährung keine Energiebereitstellung, ohne Energie keine Golfbewegung. Unter Berücksichtigung der Vorbeugung von Herzkreislauf- und Stoffwechselerkrankungen wird ein wöchentlicher Kalorienverbrauch von 2000 kcal als ausreichend angesehen. Dies bedeutet, dass ein einmaliges Golfspiel über 18 Loch, einmal in der Woche, bereits als entsprechende Prävention geeignet ist, die Gesundheit auch längerfristig zu erhalten. Notwendig ist eine ausgeglichene Ernährung mit Kohlenhydrate und Fette, wobei der wichtigste Energielieferant sicherlich die Kohlenhydrate sind. Hochwertige Kohlenhydrate sind vorhanden in Kartoffeln, Reis, Vollkornprodukten, Früchten und Gemüse. Gern eingenommene Süßgetränke und Süßigkeiten sind ungeeignet, sie heben lediglich den Blutzuckerspiegel sehr schnell an, eine Müdigkeit stellt sich entsprechend rasch wieder ein.

Eiweiße dienen dem Muskel- und Knochenaufbau und sind wichtig für die Abwehrreaktion des Körpers und vor allem auch für die Blutgerinnung. Sie bilden die Grundsubstanz unserer Muskeln. Eiweiße können im Körper in Kohlenhydrate als auch in Fette umgewandelt werden. Wichtige Eiweißlieferanten sind sämtliche Milchprodukte, Eier, Rindfleisch, Haferflocken. Vitamine sind insgesamt der Motor des Stoffwechsels. Mineralien werden erst durch das Anknüpfen an Vitamine verwertbar. Vitamine dienen der Vorbeugung von Muskelerkrankungen und verzögerter Blutgerinnung. Die besten Vitaminlieferanten: Vollkorn, Nüsse, Eier, Früchte, Gemüse, Fleisch und Milchprodukte.

Zudem sollte genau auf den Wasserbedarf geachtet werden. Wasser dient dem Körper als Transportmittel sowie als Instrument zur Wärmeregulierung. Normalerweise sollten an einem durchschnittlichen Tag 1,5 bis 2 Liter Wasser getrunken werden. Bei einer Golfrunde mit sehr hohen Umgebungstemperaturen sollte man mindestens 4 Liter zu sich nehmen.

Kopfsache

Golferparadies Kärnten

Golf ist ein Sport mit komplexen Handlungsabläufen, ein Spiel gegen oder mit sich selbst. So gibt es nicht nur ein Handicap am Papier, sondern es gibt auch eines in unserem Kopf. Um entspannt und konzentriert über den Platz gehen zu können, von äußeren Einflüssen unbeeindruckt ein Spiel zu spielen und frei von Selbstzweifeln, Selbstvorwürfen und der Angst sich zu blamieren, ist individuelles Mentaltraining sicherlich sehr hilfreich und über die Wintermonate gut und idealerweise bei individueller und persönlicher Beratung, gut und regelmäßig durchzuführen.  

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